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SONDERAUSSTELLUNG STADTMUSEUM AUE

Sonderausstellung Stadtmuseum Aue
18.02.2017 bis 21.05.2017
Eröffnung der Ausstellung 18.02.2017 um 10:00 Uhr
Vorträge am 16. März und 11. Mai 2017 jeweils um 19:00 Uhr



„Farbkarten aus Aue – Ein unbekannter Aspekt der Stadtgeschichte“

Dass auch die Geschichte der eigenen Heimatstadt noch sehr viele interessante, wissenswerte und kaum beachtete Themenfelder bietet, wird im Auer Stadtmuseum in der ersten Sonderausstellung des Jahres vom 18.02.2017 bis 21.05.2017 unter dem Titel „Farbkarten aus Aue – Ein unbekannter Aspekt der Stadtgeschichte“ gezeigt. Eröffnet wird die Ausstellung am 18.02.2017 um 10:00 Uhr.

Farbkarten, oder auch Farbenkarte, Farbtabelle oder Farbfächer, zeigen Basisfarben für die Bewertung, Vergleichbarkeit, Reproduzierbarkeit und Kommunikation für bestimmte Farbnuancen. Die Farbtöne werden mit Ziffern oder Namen gekennzeichnet, damit diese einfach unterschieden werden können. Jeder Hersteller von Farbtonkarten oder Farbenhersteller verwendet heute sein eigenes System zur Nummerierung der Farbtöne. Oft werden von den Herstellern mehrere unterschiedliche Farbfächer zur Verfügung gestellt, denn Farbtöne werden materialabhängig für den jeweiligen Anwendungszweck, wie Innenraum Wandfarben, Fassade, Putze, Lacke, Holzlasuren zusammengestellt.
Kaum einer weiß jedoch, dass der Klassiker unter den Farbtonkarten „Baumanns Neue Farbtonkarte – System Prase“, der durch handwerkliche Güte und Praktikabilität bestach, vom sächsischen Malermeisters, Verlegers und Farbkartenhersteller Paul Baumann gemeinsam mit dem Malermeister und Farbsystematiker Otto Prase in Aue konzipiert und herausgegeben wurde.
Bereits 1910 war in der deutschen Malerzeitung „Die Mappe“ ein Beitrag von Otto Prase: „Grundzüge einer Farbtonordnung und Benennung! in mehreren Folgen veröffentlicht worden. Otto Prase war 1911 in das Unternehmen des Farbkartenherstellers Paul Baumann (1869–1961) in Aue eingetreten. Mit ihm gemeinsam gab er im Jahr 1912 "Baumanns neue Farbentonkarte (System Prase)" als ein Ordnungssystem mit 1300 Mustern heraus. Es enthielt nicht nur die Farben, sondern auch genaue Rezepturen für die Pigmentmischung und erhielt daher auf Messen in Leipzig und Dresden höchste Auszeichnungen. Auch Jahre später wurde es noch in vielen Auflagen gedruckt.
Paul Baumann entwarf parallel dazu Farbsysteme, die in Kunst, Handwerk und Gewerbe Anwendung fanden. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Otto Prase setzte er Maßstäbe in der Farbenlehre, war auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt und stand mit dem Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald in Kontakt. Paul Baumann vereinte in sich viele Rollen: er galt als Handwerker, Unternehmer, aber eben auch als Theoretiker und Forscher.
1922/23 veröffentlichte Prase gemeinsam mit Baumann einen neu entwickelten Farbenatlas und Farbenfächer. Die zweite Auflage der Farbtonkarte-System Prase 1928 enthielt bereits 1359 Farbtöne. Später konnte Prase den Tausendteiligen Farbwürfel, als ein ein auf den drei Grundfarben basierendem neuen System entwickeln. Unter dem Titel Farbenmessungen und Farbenordnungen wurden dazu auch Beiträge in der Malerfachzeitung mehreren Folgen veröffentlicht.
Um 1933 machte sich Prase in Lößnitz mit einem Gewerbebetrieb zur Herstellung und Vertrieb u.a. von Malerbedarf und Farbkarten für Maler und Kunsthandwerk selbstständig.
In der Ausstellung werden nun erstmalig Originalexponate des Unternehmens „Paul Baumann, Aue im Erzgebirge“ sowie dessen Nachfolger PGH des Malerhandwerks Farbe und Raum Aue in ihrer Heimatstadt Aue gezeigt. Dieser war ab Mitte der 1970er Jahre Alleinhersteller von Farbkarten in der DDR. Leihgeber und zugleich maßgebliche Mitgestalter der Schau sind Hansuwe Baumann (Enkel Paul Baumanns) und Frieder Heinz (ehemaliger Geschäftsführer Farbe und Raum).

Ausstellungsbegleitend finden im Auer Museum am 16. März und 11. Mai 2017 jeweils um 19:00 Uhr zwei Vorträge statt, die sich mit der Farbtonkarte und deren praktischen Anwendung befassen. Referenten sind Hansuwe Baumann (Enkel Paul Baumanns) und Frieder Heinz (ehemaliger Geschäftsführer Farbe und Raum). Für die jüngsten Besucher werden begleitend verschiedene spielerische Anwendungen angeboten.

Der Eintritt für die Vorträge beträgt für Erwachsene 1,50 €; ermäßigt 0,50 €. Familienkarten sind für 2,10 € erhältlich.

Öffnungszeiten Museum
Dienstag – Freitag 10:00 Uhr –18:00 Uhr
Samstag 10:00 – 18:00 Uhr
Sonntag 13:00 – 18.00 Uhr
Montag geschlossen
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