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AUSSTELLUNG „IM BANNE DES JAKOBSWEGES“ IN DEN STADTWERKEN AUE



Noch bis Anfang Juni wird im Foyer der Auer Stadtwerke eine Ausstellung über den Jakobsweg zu sehen sein. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Gerd Lauckner, der mit Erhard Kühnel gemeinsam, den Jakobsweg Silberberg mit der gelben Muschel ausschilderte und das Projekt Jakobsweg betreut.

Die Ausstellung war bereits in Bad Schlema, der Stadtkirche Elterlein, der Margarethenkirche Kirchberg und in der „Galerie der anderen Art“ Aue zu sehen. Dr Auer Kunstmaler Matthias Richter hat mehrere Wegsteine kunstvoll bemalt und auch die Stempelvorlage erstellt. Die Gemälde, die in der Ausstellung gezeigt werden stammen von ihm und von der Künstlerin Antje Henkel. Gezeigt werden auch Bilder des Kunstfotografen Andreas Stopp, sowie eine Skulptur von Sylphia Kunz.

Die Idee des Jakobsweges im Erzgebirge mit einer Anbindung an das europäische Netz der Jakobswege gab es im August 2013 und bereits vor der Eröffnung des „Jakobsweg Silberberg“ im Jahr 2014 hatte der Künstler Paul Brockhage zum Holzbildhauersymposium ein Pilgerkreuz gefertigt, welches auf einer ehemaligen Bergbauhalde in der Nähe des Weges aufgestellt wurde.

Wichtig und in den Kriterien der St. Jakobusgesellschaft gefordert war der historische Hintergrund des Pilgerns im Erzgebirge:

Mit der Salzstraße und dem Eisenweg waren historische Handelswege vorhanden, die bis in die Zeit der Erschießung des Erzgebirges zurück reichen. Dass das Pilgern im Erzgebirge eine Rolle spielte kann man an Hand folgender Sachverhalte sehen:

Die 1496 gegründete Bergstadt Annaberg wurde vom Herzog von Sachsen Georg den Bärtigen gegründet. Er war eine Verehrer der heiligen Anna und ließ in der Annenkirche umfangreiche Reliquien aufbewahren. Annaberg war deshalb auch Wallfahrtsort.Selbst in Spanien ist Annaberg als Wallfahrtsort bekannt, wie wir durch einen Pilger erfuhren.

In der Stadtkirche in Elterlein wird auf dem Altar der heilige Jakobus mit einer Muschel am Mantel, mit einer Statue verehrt.

Die Kirche ist aus historischen Unterlagen als Wallfahrtskirche bekannt.

An der Strecke befinden sich das 1230 erstmals erwähnte Kloster Grünhain und das 1173 gegründete Klösterlein Zelle.

Eine Alte Wasserburg, der Edelhof in Aue-Alberoda die 1424 erstmals erwähnt worden ist liegt in der Nähe der Kreuzung der Historischen Salzstraße und des Historischen Eisenweges. In seinem alten Eingangsportal sind Jakobsmuscheln eingearbeitet. Sie deuten darauf hin dass hier eine Herrberge gewesen sein muss.

Durch ein Gerichtsurteil das im Jahre 1499 in Schneeberger gesprochen wurde, wissen wir dass das Pilgern in unserer Region eine Rolle gespielt hat. In der Schneebergischen Stadt-und Bergchronik von 1716, die Meltzer verfasst hat, lesen wir auf der Seite 1166: „Ein Schneeberger der wegen eines Mordes verurteil war musste „ (4.) eine Reu und Achfahrt durch einander bestellen.“

Weiterhin ist bekannt, dass bis 1524 in Schneeberg Kreuzprozessionen unter anderem zum Kirchlein St. Anna in Neustädtel (Hohes Gebirge) stattfanden. Der Gedenkstein zu dieser Kirche liegt am Pilgerweg.
Wandern im Erzgebirge besitzt eine langjährige Tradition und es existiert ein dichtes Netz von Wanderwegen mit regionaler und überregionaler Bedeutung


Streckenführung:
So entstand der Jakobsweg Silberberg der entlang alter Straßen wie der Salzstraße und dem Eisenweg durch Erzgebirge ins Vogtland führt. Der Jakobsweg Silberberg ist mit 64 km nicht sehr lang, aber ein Teil des etwa 2600 km langen Weges nach Santiago de Compostela.

Die Bergstadt Annaberg- Buchholz,
die Bergstadt Schlettau;
Elterlein an der Salzstraße,
die Berg-und Klosterstadt Grünhain-Beierfeld,
die Bergstadt Lößnitz,
die Brückenstadt Aue,
das Radonheilbad des Erzgebirges Bad Schlema,
die Bergstadt Schneeberg
und
Die 7 Hügel und Bergstadt Kirchberg
liegen an der vom Silbererzbergbau geprägten Bergbauregion.
Die Strecke führt durch die reizvolle erzgebirgische Landschaft mit vielen Aussichtspunkten vorbei an historisch bedeutsamen Stätten der Besiedlungsgeschichte.

„Ein wichtiges Anliegen soll es sein, dass Menschen unterschiedlicher religiöser Anschauungen und auch Nichtgläubige ein Stück gemeinsam einen Weg gehen und miteinander reden und nicht übereinander.“, so Erhard Kühnel vom Interessenkreis Jakobsweg Silberberg

Geführte Pilgerwanderungen werden auch für mit Menschen mit Behinderungen angeboten.
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